Kategorie: fiktion

Vollgefüllt mit faulen Füchsen

wahre gedichte

  • wahre gedichte
  • ein wirrer bär
    trug schwer
    an einem Sack
    vollgefüllt mit faulen füchsen

    die stanken so sehr
    dass der bär
    den sack im park
    einfach fallen ließ
    und verschwand

    immerhin ist des bären sinn
    jetzt nicht mehr vernebelt
    nur der park
    müffelt arg

    Hasentag

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      Gestern war kein guter Hasentag
      weil der Hase tot im Graben lag
      Heute früh kam dann der Müllmann an
      schritt schüchtern an die Stelle ran
      Doch der Hase war weg
      nur ein feuchter Fleck
      Über Nacht dachte wohl der Mümmelmann
      dass er dort nur schlecht tot liegen kann
      ist doch noch mal aufgesprungen
      und hat fröhlich vor sich hingesungen

    Der Wegweiser

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      der humpelnde hase hat den weg gewiesen
      wir folgen blind
      er hoppelt über feuchte wiesen
      langsamer als der wind

      harrt ab und an,
      schaut dass wir kommen
      dann gehts weiter
      quer übers feld
      und endlich stehen wir
      blicken aufs ende der welt

    Blütenschnee

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    Die zwitschernde Frühlingssonne hat die Blütenblätter und die Samen zu einem weichen Schneeteppich verwebt
    auf dem die zerzausten Schatten der Bäume und Büsche zu blendendem Glitzern verwischen
    die lichtscheuen Feuerkäfer flüchten sich in Scharen unter die angehäuften Grillkohlen und
    verpuffen ob der Hitze unvermittelt zu einer Erinnerung von einem wundersamen Tag

    Parkbär

    Krachlampe

      Krach, Krach, soviel Krach macht das Licht
      dabei leuchtet es nur schlicht
      Das Fiepsen lockt den Parkbären an
      der diese Lampen-Fieps-Frequenz verstehen kann
      unter der Laterne lauscht der Bär die halbe Nacht
      und hört den Krach, gib acht, gib acht.

    Honigtaugefahr

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      Ich stehe hier, komm nicht vom Fleck,
      neben mir kleben Schuhe auf dem glitschigen Boden
      ein Schritt weiter Socken, dann ein Barfüßiger
      Wir schauen uns an!

      Da ein Radler, er kommt näher, steht und stürzt
      mit dem Gesicht in den Klebebrei
      das Rad steht aufrecht, als wär nichts dabei
      aber wir wissen längst: etwas stimmt nicht

      Ein Blick nach oben verrät: Linde.
      es tropft und tropft der Honigtau
      und wir kleben fest, für immer

    Abenteuer auf dem Spielplatz


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      Mit ungeschickter Hand
      Kegelt das Kind die Glut in den Sand
      Die Glut rollt, zieht Sandkörner an
      Bläht sich dabei auf, wird mächtig und dann
      wie eine Gezeitenlawine fegt die Glut durch den Spielplatz
      Wandelt freundliche Gesichter zu verängstigten Fratzen
      Es flüchten alle Menschen, Hunde, Katzen
      Da tritt hervor der Hosenmatz
      Pullert der Glut vor den Latz
      Dann wars gut

    Die Kuh an der Landsberger Allee

    Ampelkuh

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      Wie es sich gehört
      Wartet die Kuh an der Ampel
      Dann wird sie grün und geht über die Landsberger Allee

    In der Pfütze

    _Pfuetze

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      Auf dem Spielplatz weht der Wind
      die Blätter von der alten Linde
      Keine Menschenseele hier, nur ein Kind
      Es starrt auf der Linden Rinde
      Dort ist ein Loch, dort tropft es raus
      es duftet streng nach Tod
      Doch das Kind ist still und starrt
      steht in der Pfütze, die schimmert rot.

    Bewohner von Hochhäusern